
Auf einer Hochfläche über der Eine liegt Abberode. Das Dorf ist älter als viele seiner erhaltenen Häuser. Seine früheste urkundliche Erwähnung wird unterschiedlich mit 960, 964 oder 966 datiert – eine Quellenfrage, die wir noch anhand des ursprünglichen Diploms klären wollen.
Über viele Jahrhunderte gehörte Abberode zum Herrschaftsbereich von Rammelburg. Das brachte Abgaben, Frondienste und eine ungewöhnlich komplizierte Grenze zum benachbarten Anhalt mit sich. Die Chronik von Hermann Schotte kennt zahlreiche Bewohner, Hausstellen, Bauern und Pfarrer seit dem 16. Jahrhundert.
Der Kirchturm und das Dorfleben
St. Stephani war die Kirche für mehrere Dörfer. Ihr Kirchenschiff entstand 1769 neu, wurde aber im 20. Jahrhundert baufällig und schließlich abgetragen. Der restaurierte Turm prägt heute den Ort.
Historische Postkarten zeigen den Dorfteich, das Geschäftshaus Oskar Rausche, Gasthäuser und den Kirchplatz. Die Erinnerungen von Dora aus der Nachkriegszeit machen diese Bilder lebendig. Gemeinsam bilden sie das Fundament unseres wachsenden Ortsgedächtnisses.
Weitere Bilder und Dokumente


- Hermann Schotte, Rammelburger Chronik, S. 188–191.
- Vortrag zum Turmfest 1999; historische Ansichtskarten aus Privatsammlung.