
Im Februar und März 1740 starben nacheinander drei kleine Kinder des Abberöder Ackermanns und Kirchvaters Johann Jacob Francke. Ihre Namen und Todesdaten stehen in einer Abschrift des damaligen Sterberegisters, die der Vortrag zum Turmfest 1999 wiedergibt.
Johanna Elisabetha war vier Jahre alt. Wenige Tage später starb ihr zweijähriger Bruder, dessen Vorname in der Abschrift nicht genannt wird. Am 12. März folgte die siebenjährige Anna Maria Dorothea.
Ein Heilmittel wurde zum Gift
Der Pfarrer hielt fest, man habe den Kindern wegen erkrankter Kopfhaut einen Stoff namens „Kobalt“ oder „Cubaltum“ aufgetragen. Er führt die Todesfälle auf dessen Giftigkeit zurück. Welche Substanz genau gemeint war, ist damit nicht abschließend geklärt.
Der erhaltene Grabstein macht aus einer alten Registereintragung eine unmittelbar berührende Familiengeschichte. Zugleich erinnert er daran, wie gefährlich Krankheiten und vermeintliche Heilmittel früher sein konnten.
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- Vortrag zum Turmfest 1999, S. 8–9, mit Abschrift aus dem Sterberegister von 1740.